Immer wieder wird festgestellt, dass die Eigentümer unbebauter Grundstücke oftmals keine große Bedeutung darin sehen, ihr Baugrundstück regelmäßig zu pflegen. Dadurch kommt es oft zu Beschwerden von Eigentümern benachbarter Grundstücke.

Grundsätzlich gibt es keine Bedenken gegen Grundstücke, die unbebaut sind und auf denen sich Pflanzen selbständig entwickeln können, die also ungepflegt sind. Jedoch werden die benachbarten Grundstücke oftmals durch hohen Unkrautwuchs, Unkrautsamenflug und wild wachsende Sträucher beeinträchtigt oder in Mitleidenschaft gezogen.

Daher richten wir unseren Appell an die Eigentümer solcher nicht genutzter und wild bewachsener Grundstücke, auch einmal an die Nachbarn zu denken.

Ein Urteil des OLG Karlsruhe stellte fest, dass wenn ein Eigentümer mitten in einer rundum bebauten und bewohnten Gegend sein eigenes ungenutztes Grundstück so stark verwahrlosen und verunkrauten lässt, so dass dies aus dem allgemeinen Rahmen fällt, von betroffenen Nachbarn nach
§ 1004 BGB auf Unterlassung beklagt werden kann.

Wir bitten daher nochmals, solche Grundstücke wenigstens zweimal im Jahr (wenn dies nach objektiver Betrachtung ausreichend ist) möglichst vor der Blütezeit der Pflanzen und im Herbst das Grundstück/die Wiese abzumähen, Unkraut zu beseitigen und Sträucher zurückzuschneiden.

Auch für eine gut funktionierende nachbarschaftliche Beziehung  wäre dies wünschenswert.

Waldershof, 01.07.2021

Stadt Waldershof