Auch eine Burg braucht mal eine Pause
Sperrung der Burgruine Weißenstein über den Winter ab 15. Dezember – Pressemeldung des Naturparks Fichtelgebirge
Mehrere Begänge der Burgruine Weißenstein durch den Naturpark im Sommer 2025 haben gezeigt, dass besonders die Besteigungsanlage der Erneuerung bedarf. So wurde ein Gremium ins Leben gerufen, dass sich aktuell bereits um die Erneuerung der Anlage kümmert. Begonnen in einem ersten Gespräch im August vor Ort mit Begutachtung der „Problemzonen“ haben sich die Eigentümer der Burg, die Güterverwaltung Friedenfels, gemeinsam mit dem Naturpark Steinwald e. V. und kommunalen Vertretern der Steinwald-Allianz sowie der Gesellschaft Steinwaldia Pullenreuth e. V., einvernehmlich darauf verständig, dass gehandelt werden muss, um die Burgruine langfristig erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich machen zu können. Gemeinsam wurde ebenfalls beschlossen, die Burgruine im Winterhalbjahr aus Sicherheitsgründen zu sperren.
Die Gesellschaft Steinwaldia Pullenreuth e. V. hatte über viele Jahre mit sehr hohem ehrenamtlichem Engagement und Herzblut die Kümmerer-Rolle der Burg inne, welche mit der Sanierung der Burg begonnen und nun mit der Aufbereitung im Rahmen einer Filmanimation der historischen Burganlage endet. Alleine während des Aufbaus wurden rund 11.000 ehrenamtliche Stunden geleistet, in den Folgejahren kamen unzählige weitere Stunden hinzu. Zum Beispiel wurden im Winter 2024 nochmals schadhafte Balken an der Burgruine ausgetauscht.
Nach Rücksprache mit dem 1. Vorsitzenden Norbert Reger wird die Steinwaldia ihre Kümmerer-Rolle zum neuen Jahr nicht weiterführen. Dies wurde bereits in Gespräche zwischen Naturpark und Steinwaldia im Sommer klar. Daher hat hier der Naturpark die weitere Koordination übernommen und kümmert sich um die Erneuerung der Anlage.
Derzeit laufen nicht nur die Vorbereitungen für eine Sanierung der Anlage. Vielmehr geht es darum, zu regeln, wer sich zukünftig um die Burg kümmern wird. Mit dieser zentralen Frage beschäftigt sich aktuell ein Gremium aus kommunalen Vertretern im Steinwald, dem Naturpark und der Steinwald-Allianz in direktem Austausch mit der Güterverwaltung Friedenfels. Die Güterverwaltung beteiligt sich sehr an den Bestrebungen der Sanierung und Neuregelung der Nutzung vor Ort, hatte auch früher bereits die Materialkosten bei Reparaturen übernommen, um die Burg der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen zu können. Nur gemeinsam kann eine Lösung für eines der wichtigsten Ausflugsziele im Naturpark gefunden werden und eine zeitnahe Sanierung umgesetzt werden. Und um mögliche Sorgen auszuräumen: Die Besteigung der Burg bleibt kostenfrei, auch nach einer Sanierung.